Königskrabben fischen. Norwegen #3

Welcher Mann hat noch nicht davon geträumt auf den Spuren der verwegenen Fischer aus der DMAX Serie "Der gefährlichste Job Alaskas" zu wandeln? Gut, wir sind nicht in Alaska, sondern noch immer in Norwegen und das Meer hier ist auch nicht die Behringsee, sondern die Barentsee. Ein kleiner aber feiner Unterschied von etlichen Metern Wellenhöhe und dank des Golfstroms einiger Grad Luft und Wassertemperatur. Ich nenne es einfach Krabbenfischen Lite.

Nichts desto trotz fand ich diesen Nachmittag total interessant und ich habe viel über die Königskrabbe gelernt. Nicht zu letzt, wie man sie isst, ohne sich im ganzen Lokal zu blamieren. Aber von vorne.

King-Crabs sind tatsächlich nicht in Norwegen sondern in Alaska zu Hause. Die schlechte Fangquote der russischen Fischer in den 50er und 60er Jahren haben jedoch einige schlaue Russen auf die Idee gebracht mal schnell 60.000 der Viecher vor den Russischen Küsten auszusetzen - in der Hoffnung diese würden sich vermehren und der Fischereiindustrie Aufschwung geben.

Was soll man sagen: der Plan hat geklappt. Mehr noch, die Dinger haben praktisch keine natürlichen Feinde und vermehren sich wie verrückt. So sehr, dass es westlich des Nordkaps keinerlei Fangquoten für die Königskrabbe mehr gibt. Man will so verhindern, dass die Krabbe sich bis zu den Lofoten ausbreitet und hier einen Naturraum zerstört, den es so kein zweites mal auf der Welt gibt. "Es wäre eine Katastrophe", sagen uns alle Norweger, die über dieses Thema sprechen.

Ok, damit ist zumindest mein Gewissen beruhigt. Ich tu ja was für die Umwelt wenn ich die Dinger gleich aus dem Wasser ziehe...

Aus der fotografischen Sicht

Aus fotografischer Sicht bot mir dieser Nachmittag genau das was ich liebe und auch in meinem Berufsalltag so oft mache: die beste Möglichkeit zur Reportagenfotografie. Beschränkt habe ich mich hierbei auf meine Canon 5D III und ein 16-35mm 2.8 Objektiv. Dieses nutzte ich in 90% bei 35 mm. Ich liebe dieses Objektiv!