Minimales Equipment für maximalen Spaß?

Ich bin auf einem Weg. Einem harten Weg den auch Drogen-Abhängige und Süchtige gehen müssen. Einem Weg weg von Technikvernarrtheit und dem Anspruch auf ein „technisch perfektes“ Foto hin zu einem Foto das echt ist.

Mit meinem Stammmodel Julia und ihrem Freund habe ich eine Stunde auf dem Straubinger Gäubodenvolksfest verbracht. Wir fotografierten klassische Lifestyle Bilder in natürlichem Licht.

Einfach mal mit kleiner Ausrüstung losziehen, ohne Blitzanlage, ohne Reflektor, nur die Kamera und zwei Objektive. Noch vor einem Jahr wäre das in meiner kleinen Fotowelt unvorstellbar gewesen. Ich war ein Technik-Nerd. Ich habe alles aufgefahren was es gab und man evtl. irgendwie brauchen könnte.

Einen Punkt habe ich dabei vergessen. Das Foto. Das Motiv. Den spontanen Moment. Und genau dieser spontane Moment diese hundertstel Sekunde ist es, was den Unterschied zwischen einem guten Foto und einem durchschnittlichen ausmacht. Ich habe in der letzten Zeit immer mehr festgestellt, dass die Technik oft im Weg ist und vom eigentlichen ablenkt.

Ich bin auf einem Weg. Einem harten Weg den auch Drogen-Abhängige und Süchtige gehen müssen. Einem Weg weg von Technikvernarrtheit und dem Anspruch auf ein „technisch perfektes“ Foto hin zu einem Foto das echt ist. Einem Foto das den Moment zeigt. Einem Foto mit Emotion. Einem Foto das nur entstehen kann in einer Atmosphäre in der der Fotograf und das Model eine Verbindung aufbauen können.

Kann diese Verbindung entstehen wenn ich eine mobile Blitzanlage mitschleppe? Oder einen 2 Quadratmeter großen Sunbouncer? Wird das Foto dadurch wirklich besser?

Ich gehe diesen Weg weiter. Zumindest so lange bis ich rückfällig werde.

Just my two Cents. Denk mal über diesen Ansatz nach.